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Koffer FAQ: Fragen rund um Koffer und Reise

Auf keiner Reise darf es fehlen: gutes Reisegepäck. In unserem Koffer FAQ zeigen wir, welche Unterschiede es bei Koffern gibt, erklären Begriffe, die Ihnen bei der Reisevorbereitung garantiert begegnen, geben Tipps, wie Sie vorgehen, falls Sie die Zahlenkombination für Ihr TSA-Schloss vergessen oder Ihren Koffer verlieren und beleuchten die Ergebnisse aus einem aktuellen Koffer Test.

Wie sind die Koffermaße der Hersteller gemeint?

Alle Produktmaße werden nach dem Schema Länge x Breite x Höhe in Millimetern (mm) angegeben. In der Regel wird jeder Koffer liegend vermessen, daher ist das Längenmaß das Größte, das Höhenmaß das Kleinste. Zudem geben fast alle Hersteller eine Volumenangabe (in l) und ein Produkteigengewicht im leeren Zustand an (in kg).

Was bedeutet Bordgepäck?

Mit dem Begriff Bordgepäck (alternativ: Handgepäck, Kabinengepäck) werden Koffer bezeichnet, die bestimmten Größengrenzen entsprechen und deshalb von Fluggästen mit in die Kabine genommen werden dürfen. Die Größe basiert auf den Empfehlungen der IATA und gilt inklusive Griffen, Seitentaschen und Rädern.

Damit Ihr Koffer als Bordgepäck akzeptiert wird, sollte das Gepäckstück eine Maximallänge von 55 cm, eine Maximalbreite von 40 cm und eine Maximaltiefe von 20 cm nicht überschreiten.

Da einzelne Fluggesellschaften von diesem Bordgepäckmaß abweichen können und zusätzliche Gewichtbeschränkungen haben, ist es empfehlenswert die Bordgepäckbestimmungen vor Reiseantritt zu überprüfen. Zudem gelten Einschränkungen bezüglich der Gegenstände, die im Handgepäck mit in die Kabine genommen werden dürfen.

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Was bedeutet IATA?

IATA ist die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (International Air Transport Association, Abkürzung IATA). Sie vertritt weltweit rund 270 Fluggesellschaften, die zusammen knapp 94 Prozent aller Flüge durchführen, und spricht branchenweite Empfehlungen zu Prozessen des Luftfahrtgeschäfts aus.

Was bedeutet TSA-Schloss?

Beim TSA-Schloss handelt es sich um ein spezielles Zahlenschloss, das Zollbehörden mit einem Generalschlüssel öffnen können. Folglich erhalten Sie beim Kauf keinen Schlüssel, sondern können das Schloss per Zahlenkombination öffnen. Der Name TSA-Schloss leitet sich von der US-amerikanischen Transportsicherheitsbehörde (Transportation Security Administration) ab. Besonders wichtig ist das TSA-Schloss für Reisen in die USA. Denn dort darf jeder Koffer von Sicherheitsbeamten kontrolliert werden. Nach der Kontrolle wird das Gepäck wieder ordnungsgemäß verschlossen.

Verfügt Ihr Gepäckstück nicht über ein TSA-Schloss, ist dem dortigen Flughafenpersonal erlaubt es gewaltsam zu öffnen, was zu Schäden am Gepäck führen kann.

Auch Verzögerungen bei der Gepäckabfertigung für den Anschlussflug sowie bei der Gepäckausgabe sind ohne TSA-Schloss zu erwarten. Damit Ihr Gepäck bei Reisen in die USA schnell überprüft werden kann, empfiehlt es sich bereits beim Kofferkauf auf den Schlosstyp zu achten. Verfügt Ihr Gepäckstück aktuell nicht über ein TSA-Zahlenschloss, können Sie selbst nachträglich ein solches Schloss anbringen. Das TSA-Schloss wird übrigens weltweit akzeptiert.

Woher weiß ich die Zahlenkombination für mein TSA-Schloss?

Die meisten Koffer, die über ein TSA-Schloss verfügen, werden mit dem Zahlencode 000 ausgeliefert. Sie können Ihre gewünschte Zahlenkombination anschließend einstellen.

Ich habe die Zahlenkombination für mein TSA-Schloss vergessen. Wie kann ich meinen Koffer öffnen?

Wenn Sie die Zahlenkombination vergessen und nirgends notiert haben, können Sie das Schloss öffnen, indem Sie alle Zahlenkombinationen durchprobieren. Für jedes dreistellige Zahlenschloss gibt es 999 potenzielle Kombinationen. Beginnen Sie mit 000 und gehen so vor, als ob Sie bis 999 zählen würden. Also: 001, 002, 003, 004, 005, 006, 007, 008, 009, 010 etc., bis Sie zur eingestellten Zahlenkombination gelangen, die das Schloss öffnet. Alle Zahlenkombinationen durchzuprobieren dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Ich habe meinen Koffer verloren – was jetzt?

Sie stehen nicht allein ohne Koffer da! Rund 26 Millionen Gepäckstücke gehen jährlich weltweit auf Flughäfen verloren. Die gute Nachricht: 99,3 Prozent davon tauchen wieder auf. Damit Sie Ihr Gepäck bald wieder bekommen, gehen Sie bei Gepäckverlust am besten so vor:

Koffer FAQ: Fragen rund um Koffer und Reise
  • Kurz durchatmen. Erinnern Sie sich an alle wichtigen Details: Welcher Koffertyp? Welche Farbe? Hat das Gepäck auffällige Aufkleber oder Anhänger? Wie lautet die Flugnummer?
  • Halten Sie Ihr Flugticket mit dem Gepäckstück-Sticker (hier ist die Registrierungsnummer des Gepäckstücks vermerkt) bereit.
  • Melden Sie sich vor dem Zoll bei Ihrer Fluggesellschaft bzw. an der Gepäckermittlung des Flughafens.
  • Dort werden Sie nach Ihren Daten (Name, Anschrift, Telefonnummer) gefragt, womöglich auch nach der Zahlenkombination für Ihr Kofferschloss. Dann erhalten Sie eine Referenznummer für den Suchvorgang. Fragen Sie auch nach der Service-Nummer, um den Status der Gepäcksuche zu erfragen oder Änderungen bei Ihrer Reiseplanung mitzuteilen.
  • Fragen Sie auch bei der Sperrgepäckausgabe nach, womöglich war Ihr Gepäck doch zu groß oder zu sperrig für die Gepäckförderanlage.
  • Geben Sie eine formelle Verlustmeldung auf, so sichern Sie Ihren Anspruch auf Schadensersatz, falls das Gepäck verspätet, beschädigt oder gar nicht mehr auftauchen sollte.
  • Falls der Koffer am Urlaubsort nicht ankommt: Fragen Sie die Fluggesellschaft nach Körperpflegeartikeln oder besorgen Sie selbst das Nötigste. Die Kosten dafür werden in der Regel komplett übernommen. Kleidung wird Ihnen erst dann ersetzt, wenn das Gepäck für mehrere Tage verschollen ist. Ist das Gepäck wieder gefunden, erfolgt die Nachlieferung selbstverständlich kostenfrei bis ins Hotel bzw. vor die Haustür.

Weitere Infos:

Wie kann ich Gepäckverlust vorbeugen?

Statistisch betrachtet gehen die meisten Gepäckstücke beim Umsteigen von einem Flug auf den nächsten verloren. Wenn es finanziell und organisatorisch möglich ist, lässt sich über einen Direktflug das Risiko für Gepäckverlust deutlich senken. Zudem gilt grundsätzlich, dass auffällige Koffer leichter aufzuspüren sind, nachdem sie auf Abwege geraten. Falls Ihnen kein buntes Gepäck zusagt, sollten Sie dennoch zumindest einen auffälligen Kofferanhänger oder Aufkleber verwenden, um im Ernstfall ein eindeutiges Identifikationsmerkmal benennen zu können. Denn schlichte dunkle Gepäckstücke ohne auffällige Merkmale gibt es zu genüge – und kein Flughafenangestellter erinnert sich jemals daran. Zudem hilft es, das Gepäck mit der Heimatadresse und dem Reisezielort zu versehen. Und noch eins: Entfernen Sie stets alte Codeaufkleber am Gepäck, bevor Sie für einen neuen Flug einchecken, damit es nicht zu Fehlleitungen in der Gepäckförderanlage kommt.

Welche Kofferart ist besser im Test: Weichschalenkoffer oder Hartschalenkoffer?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, denn beide Kofferarten haben ihre Vor- und Nachteile.

Welcher Koffertyp besser zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie Sie reisen.

Hartschalenkoffer sind unempfindlich und formstabil. Dafür liegt ihr Eigengewicht höher als bei Weichschalenkoffern und es gibt feste Grenzen beim Packvolumen. Weichschalenkoffer sind naturgemäß leichter, schließlich bestehen sie meist aus Kunststoff, Nylon oder Leder. Und dank der weichen Außenhaut gibt es einen gewissen Spielraum, wenn es am Ende des Urlaubs doch mehr einzupacken gibt. Wir empfehlen Hartschalenkoffer und –Trolleys deshalb vorrangig als Aufgabegepäck für Flugreisen und bei häufigem Gebrauch.

Für Bus, Bahn und Autoreisen sind Weichschalenkoffer besser geeignet. Auch als Handgepäck sind Weichschalenkoffer bzw. -Trolleys eher geeignet. Doch ob Sie zu einem Hartschalenkoffer oder einem Weichschalenmodell greifen, ist am Ende Geschmackssache.

Entscheidung beim Kofferkauf: Zwei oder vier Rollen?

Sicher ist es Ihnen schon aufgefallen: Es gibt Koffer mit zwei und mit vier Rollen. Wir erklären Ihnen die Vor- und Nachteile beider Modelle. Gepäckstücke mit zwei Rollen erinnern optisch noch sehr an den guten alten Reisekoffer. Anders ist nur, dass sie auf einer Seite noch zwei Räder aufweisen. Diese Modelle haben einen begrenzten Bewegungsspielraum, Reisende können sie nur hinter sich herziehen. Dafür braucht es mehr Kraft als etwa für einen Trolley, der mit vier Rädern ausgestattet ist. Positiv ist jedoch, dass die zweirädrigen Modelle eine hohe Festigkeit und geringe Abnutzung der Räder aufweisen. Denn bei ihnen sind die Räder in den Boden eingelassen und das Gewicht lastet auf dem Kofferboden. Das macht die Räder weniger anfällig für Abnutzung und Schäden. Gepäckstücke mit vier Rollen sind hingegen richtige Bewegungskünstler, die sich ohne viel Kraftaufwand in Bewegung setzen lassen. Auch Drehungen um die eigene Achse sind problemlos möglich. Das erleichtert das Navigieren im Getümmel am Bahnhof oder in engen Zugfluren. Dafür steht so ein Koffertrolley ständig auf seinen Rädern, daher kommt es vergleichsweise schneller zu Abnutzungserscheinungen. Besonders empfehlenswert sind Trolleys mit vier Doppelrollen, sie können auf ebenen Untergrund besonders leicht gezogen werden.

 

Welche Koffergröße ist für mich die richtige?

Welche Koffergröße für Sie die richtige ist, hängt maßgeblich von der Länge und Art Ihrer geplanten Reise ab. Damit Sie sich ein Bild vom Packvolumen eines Koffers machen können, geben alle Hersteller bei der Produktbeschreibung stets eine Volumenangabe in Litern an. Die kleinsten Koffer, auch Kosmetikkoffer oder Beautycase genannt, verfügen über etwa zehn bis 15 Liter Fassungsvermögen. Die Größe würde höchstens für eine eintägige Reise reichen. Die größten Reisekoffer weisen hingegen über 120 Liter Fassungsvermögen auf und reichen für einen vierwöchigen Urlaub. Hier ein Überblick über die gängigsten Koffergrößen und wie lange ein durchschnittlicher Reisender mit dem Kofferinhalt hinkommt:

Fassungsvolumen (in Litern) und empfohlener Reisezeitraum

  • 10 – 19 l 1 Tag
  • 20 – 49 l 3 Tage
  • 50 – 69 l 7 Tage
  • 70 – 89 l 14 Tage
  • 90 – 119 l 21 Tage
  • Über 120 l 28 Tage

Welcher Koffer eignet sich für den Transport von Zerbrechlichem?

Wenn Sie wertvolle und zerbrechliche Dinge, wie etwa eine umfangreiche Kameraausrüstung, mit auf Reisen nehmen möchten, empfehlen wir eine sogenannte Pelibox (Pelicase, Peli Case). Dabei handelt es sich um einen speziellen Koffer, der besonders robust, wasser, luft- und staubdicht ist. Oft haben diese Gepäckstücke neben Rollen und einem praktischen Teleskopgriff zum Ziehen auch herausnehmbare Schaumstoffpolster und sogar ein Ventil für den Druckausgleich.

Welcher Koffer ist laut Stiftung Warentest der beste?

Beim letzten Koffer Test der bekannten Prüfprofis von der Stiftung Warentest kam ein überraschendes Ergebnis heraus: Richtig teure Gepäckstücke sind ihr Geld nicht immer Wert und richtig billiges Gepäck ist sogar gesundheitsgefährlich. Getestet wurden insgesamt 20 Hartschalen- und Weichschalenkoffer, die noch als Handgepäck durchgehen. Das preiswerteste Modell kauften die Warentester für weniger als 30 Euro bei einem großen Modehersteller. Das Modell bekam nicht nur die Note „Mangelhaft“, die Plastikgriffe wiesen sogar giftige Stoffe auf. Am anderen Ende des Preisspektrums stand ein Koffermodell für 660 Euro. Auch dieses Gepäckstück fiel im Koffer Test durch, weil es weder richtig dicht war noch unbeschadet durch die Fallprüfung kam.

Am besten schnitten Modelle ab, die zwischen 100 und 160 Euro kosten.

Reisende müssen also keineswegs tief in die Tasche greifen, um einen soliden Koffer mit guter Verarbeitung und langer Haltbarkeit zu erstehen.

Worauf sollte ich beim Gebrauch eines Koffers achten?

Auch wenn es manchmal schwerfällt: Überladen Sie Ihr Gepäckstück nicht. Die meisten Defekte entstehen, weil Gepäckstücke überladen werden. Dann sind insbesondere Räder und Reißverschlüsse stärker belastet, als vom Hersteller vorgesehen. Auch beim unsachgemäßen Tragen (Trolley am Teleskopgriff) entstehen Schäden. Wenn Sie das Gepäckstück tragen müssen, etwa beim Treppensteigen oder weil Sie es eilig haben, nutzen Sie immer den Haupt- oder Seitengriff.